Dem Winter ins sonnige Nerja entfliehen
Genervt vom schwedischen Winter? Entdecke Nerja, ein sonniges Reiseziel mit milden Temperaturen und einer lebhaften Expat-Gemeinde.
Warum entfliehen wir dem Winter überhaupt?

Ich stand knietief im Schnee in Schweden, meine Finger waren gefühllos vor Kälte. Ehrlich gesagt, war ich den endlosen Winter komplett leid. Deshalb habe ich dieses Jahr beschlossen, die schwedische „Vintersonne“ gegen die spanische Sonne einzutauschen. Es war eine spontane Entscheidung, aber ich bereue absolut nichts. Mal abgesehen davon, ist Nerja bekannt für seine milden Winter, mit Temperaturen, die selbst im Januar selten unter 15 Grad Celsius fallen. Das macht es zu einem prima Pflaster auf die Wunde des Wintertiefs. Übrigens, ich hatte keine Lust auf den Trubel von Málaga selbst, also war Nerja eine logische Wahl. Ich suchte etwas Kleineres. Was ich nicht erwartet hatte, war, wie einfach es war, hier Fuß zu fassen. Es gibt eine große Expat-Gemeinde, hauptsächlich aus Skandinavien und dem Vereinigten Königreich. Viele Leute überwintern hier und nehmen an den örtlichen Wanderclubs oder Sportgruppen teil. Ich hörte von einem Golfplatz in der Nähe, dem Baviera Golf, wo man für 60 Euro schon eine Runde spielen kann. Das ist doch etwas anderes, als im Schnee Golf zu spielen. Na ja, zurück zum Grund. Die grauen Himmel und kurzen Tage im Norden haben mich wirklich ausgelaugt. Hier in Nerja habe ich durchschnittlich 320 Sonnentage im Jahr, und die Tage werden im März schon länger. Ich kann einfach rausgehen, eine Terrasse am Balcón de Europa mit Meerblick suchen und einen Café con Leche für nicht mal zwei Euro bestellen. Der Wochenmarkt am Dienstagmorgen in der Calle Cisne, hinter dem Busbahnhof, ist auch eine schöne Abwechslung. Hier hole ich mein frisches Gemüse und Obst für einen Bruchteil des Preises im Supermarkt. Ein Kilo Orangen kostet hier zum Beispiel nur 1,50 Euro. Das sind kleine Dinge, die das Leben viel angenehmer machen, wenn man dem Winter entflieht. Außerdem ist die Natur hier wunderschön. Ich war schon ein paar Mal im Parque Natural de las Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama, der direkt an Nerja grenzt. Die Wanderwege sind gut gepflegt und die Aussichten spektakulär. Der Kontrast zu den weißen Ebenen Schwedens ist enorm, das kann ich dir versichern.
Nerja im März – ist es schon Frühling?

Nerja im März fühlt sich schon ganz anders an als zu Hause. Durchschnittlich sind es hier dann so um die 18 Grad Celsius. Die Sonne scheint voll, meist acht Stunden am Tag. Allerdings kann es abends noch etwas abkühlen, auf ungefähr 10 Grad. Ein Jäckchen ist dann keine überflüssige Ware. Ich merke aber, dass viele Einheimische noch ihre dicke Winterjacke anhaben. Lustig, wie jeder anders mit Temperaturen umgeht. Na ja, in Schweden hast du im März oft noch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Schnee ist dann eher die Regel als die Ausnahme, besonders im Süden des Landes. Die Durchschnittstemperatur liegt dort um den Nullpunkt. Ehrlich gesagt, ist der Kontrast jedes Jahr wieder bizarr. Vor ein paar Wochen habe ich noch gezittert. Jetzt sitze ich draußen auf einer Terrasse. Das Schöne ist, dass die Mandelbäume hier schon in voller Blüte stehen. Die Frühlingssonne macht alles lebendig. Du siehst überall Leute draußen. Wanderer auf den Klippen. Fischer an der Küste. Viele Restaurants entlang des Balcón de Europa stellen ihre Terrasse schon weit aus. Eine Tasse Kaffee kostet dort ungefähr 2,50 Euro, inklusive einer wunderschönen Aussicht. Es ist der ideale Ort, um den Beginn des Frühlings zu feiern. Was mir auffiel: Die Meerwassertemperatur ist um März hier oft noch etwas frisch, so um die 15 Grad. Nicht jeder springt dann schon ins Meer. Ich selbst bin eher für beheizte Schwimmbäder, obwohl die rar sind. Die meisten öffentlichen Schwimmbäder öffnen erst später in der Saison. Aber, ach, ein Strandspaziergang ist schon herrlich genug. Was mir auffiel: Ich vermisse die Kälte Schwedens keinen Moment. Der leichte Morgennebel zieht schnell auf und macht einer hellblauen Himmelslandschaft Platz. Ideal zum Beispiel für einen Besuch der Höhlen von Nerja, die bereits vollständig geöffnet sind. Ein Ticket kostet rund 14 Euro pro Erwachsenen. Das ist eine Empfehlung. Ich versuche, mindestens einmal im Jahr dorthin zu gehen. Übrigens, die Regenwahrscheinlichkeit ist im März hier gleich Null. Statistisch gesehen regnet es im März im Durchschnitt nur drei Tage. Das bedeutet viele Outdoor-Aktivitäten. Du kannst in die Berge gehen für eine Wanderung, zum Beispiel zum Naturpark Sierras de Tejeda. Vom Zentrum von Nerja sind es etwa 30 Minuten Fahrt mit dem Auto. Es ist ein wunderschönes Gebiet, um die Natur zu erleben, jetzt wo alles wieder grün wird. Ich merke, dass ich dort immer öfter wandern gehe.
Meine Lieblingsstelle, um die Sonne zu fangen

Für die meisten Leute, die hier aus Schweden kommen, bedeutet das, nach Málaga zu fliegen. Der Flughafen von Málaga, Aeropuerto de Málaga-Costa del Sol (AGP), ist der nächstgelegene und hat gute Verbindungen. Es gibt Direktflüge von Stockholm. SAS und Norwegian bieten zum Beispiel regelmäßige Flüge an, besonders in dieser Jahreszeit. Ein Hin- und Rückflugticket kann zwischen 1500 SEK und 3000 SEK variieren, je nachdem, wie früh du buchst. Ich versuche selbst immer, mindestens zwei Monate im Voraus zu buchen, um die besten Preise zu bekommen. Sobald du am Flughafen Málaga angekommen bist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, nach Nerja zu reisen. Der Bus ist oft die günstigste Wahl. Das lokale Busunternehmen ALSA bietet regelmäßige Verbindungen an, und eine einfache Fahrt nach Nerja kostet etwa 4,50 Euro. Der Bus hält am Busbahnhof von Nerja, der fußläufig von vielen Unterkünften erreichbar ist. Die Busfahrt dauert etwa 50-60 Minuten, je nach Verkehr. Ein Taxi zu nehmen, ist auch möglich, aber erheblich teurer. Eine Fahrt vom Flughafen nach Nerja kostet etwa 70 bis 80 Euro. Das ist schon ein Betrag, besonders wenn du alleine reist. Ich benutze meistens den Bus, das spart eine Menge. Du kannst auch im Voraus einen Shuttlebus buchen, was etwas günstiger ist als ein Taxi. Den teilst du dann mit anderen Passagieren. Wenn du lieber etwas mehr Freiheit hast, dann ziehe ein Mietauto in Betracht. Es gibt diverse Autovermietungen am Flughafen Málaga, wie Hertz und Avis. Ein kleines Auto mietest du schon ab 25 Euro pro Tag, je nach Saison und Dauer. Die Fahrt nach Nerja beträgt etwa 70 Kilometer und dauert ungefähr 45 Minuten. Ich finde es praktisch, ein Auto für Ausflüge in die Umgebung zu haben. Achte aber auf die Maut auf der Autobahn A-7. Ich nehme oft die Landstraßen, um diese zu umgehen. Die sind etwas länger, bieten aber schöne Aussichten. Die Route ist ziemlich einfach zu verfolgen, meistens über die A-7 in östlicher Richtung. Von der Abzweigung bei Torre del Mar ist es nur noch ein kleines Stück. Was auch immer du wählst, die Reise hierher ist meistens reibungslos. Die Infrastruktur ist prima in Ordnung. Ich würde dir aber raten, deinen Transfer im Voraus zu arrangieren, besonders wenn du spät abends ankommst. Das spart eine Menge Sucherei und Stress, wenn du gerade von einem Flug kommst.
Was du wirklich nicht verpassen solltest

Die Höhlen von Nerja sind wirklich einen Besuch wert. Ich war neulich wieder dort mit ein paar Freunden aus den Niederlanden. Du bist etwa eine Stunde vom Zentrum mit dem Bus unterwegs. Die Bushaltestelle liegt neben dem zentralen Busbahnhof. Eine Hin- und Rückfahrkarte kostet 2,60 Euro. Online buchen für die Höhlen kannst du über deren Website, Tickets kosten 14 Euro pro Person. Das spart viel Zeit, besonders weil es hier derzeit etwas voller ist. Der Audioguide ist gratis und unglaublich informativ. Der gibt deinem Besuch wirklich zusätzliche Tiefe. Ich war selbst überrascht, wie groß und beeindruckend diese Höhlen sind. Der Höhepunkt ist natürlich der enorme Monolith. Was auffällt: ein bisschen überwältigend, wenn man bedenkt, wie alt das alles ist. Es herrscht dort drinnen eine kühle, konstante Temperatur, perfekt für einen Nachmittag aus der Sonne. Was auffällt: Vergiss den Klippenwanderweg nach Maro nicht. Der Startpunkt ist am Balcón de Europa. Von dort folgst du der Küstenlinie in östlicher Richtung. Die Route ist etwa 4 Kilometer lang, eine Richtung. Du läufst auf schmalen Pfaden mit wunderschönen Aussichten über das Mittelmeer. Es ist ratsam, gute Wanderschuhe anzuziehen. Ich sah neulich noch jemanden in Sandalen Schwierigkeiten haben. Wenn du dann schon in Maro bist, besuche den Strand von Maro. Persönlich finde ich dies einen der schönsten Strände hier. Er ist etwas ruhiger als die Stadtstrände von Nerja. Man kann dort wunderschön schnorcheln, auch wenn das Meerwasser im März noch ziemlich frisch ist. Ich wage mich selbst noch nicht für einen Sprung hinein. Herrlich sonnen hingegen, das geht prima. Ein weiterer absoluter Tipp ist ein Abendspaziergang durch das alte Zentrum von Nerja. Nicht alle Geschäfte sind abends spät geöffnet, aber die Atmosphäre ist entspannt. Es gibt ausreichend Restaurants und Tapas-Bars. Mein Favorit ist El Pulguilla an der Calle Almirante Ferrándiz. Die haben dort herrliche frittierte Boquerones. Eine Portion kostet meistens um die 7,50 Euro und es ist frisch, immer wieder. Lohnt sich. Einfach machen.