Lentefeest in Salares
Entdecke das Lentefeest in Salares, wo ein charmantes weißes Dorf ins Mittelalter zurückkehrt. Erlebe Ritter, Marktstände und die Sonne.
Das Märchen von Salares

Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Mal in Salares. Der Duft von Rosmarin und Pinien lag in der Luft, die Sonne schien hell. Es war März, aber es fühlte sich an wie Sommer. Ich war auf dem Weg zu einem Frühlingsessen mit Freunden. Dieses Dorf sollte der Ort eines mittelalterlichen Festes sein. Das wusste ich damals noch nicht. Der Weg dorthin war kurvig und steil. Ich fuhr durch weiße Dörfer mit roten Dächern und sah Olivenhaine in der Ferne glitzern. Salares selbst wirkte klein, verwinkelte Gassen. Weiß getünchte Häuser klammerten sich an den Hügel. Das maurische Minarett aus dem 13. Jahrhundert ragte stolz über den Dächern auf. Es gab schon einen Hinweis auf die Geschichte. Selbst ohne die Tore und Flaggen des bevorstehenden Festes hatte das Dorf einen eigenen Charme. Die Ruhe war greifbar. Hier leben die Menschen einfach, verbunden mit der Natur. Ich wähnte mich kurz in einer anderen Zeit. Ich verstand sofort, warum gerade hier ein mittelalterliches Fest stattfinden sollte. Die Kulisse war perfekt.
Ein Sprung ins Mittelalter

Ritter zu Pferde galoppierten über den Dorfplatz. Deine Schwerter klirrten. Ein Spektakel. Ich stand da, mit offenem Mund. Kinder rannten mit Holzschwertern herum. Ein Fest für Jung und Alt. Die Atmosphäre war sofort authentisch. Keine halben Sachen hier. Die Straßen waren gefüllt mit Marktständen. Überall Stände mit handgemachten Sachen. Ledertaschen, Keramik, Kräuter. Ich kaufte mir dort einen speziellen Ziegenkäse. Der Käser erzählte mir stolz von seinem Handwerk. Kein Supermarktprodukt, ein echtes regionales Produkt. Überall roch es nach Essen. Fleisch vom Spieß, frisches Brot aus Steinöfen, lokale Weine. Ich probierte einen Becher Met. Das Dorf war ein lebensechtes mittelalterliches Gemälde. Diesmal ist das Fest in der zweiten Hälfte des März. Es ist nur eine Stunde Fahrt von Nerja entfernt. Ein perfekter Tagesausflug.
So kommst du hin und parkst clever

Die Fahrt nach Salares ist an sich schon eine Sehenswürdigkeit. Du folgst der Autobahn A-7 bis Vélez-Málaga. Danach nimmst du die A-356 Richtung La Viñuela. Von dort ist es eine kurvenreiche Straße, die MA-156. Rechne mit einer Stunde Fahrt von Málaga aus. Es ist eine schöne Route durch das Inland. Ich genieße immer die Aussicht auf die Berge. Parken kann eine Herausforderung sein. Das Dorf ist klein. Es gibt jedoch temporäre Parkplätze am Rande von Salares. Folge den Schildern 'Parking Feria Medieval'. Diese sind deutlich ausgeschildert. Ich versuche immer, früh da zu sein. Dann hast du die größte Chance auf einen guten Platz, nah am Zentrum. Eine Alternative ist, in Árchez zu parken und das letzte Stück zu Fuß zu gehen. Das sind etwa anderthalb Kilometer. Ein schöner Spaziergang, wenn das Wetter mitspielt. Von den Parkplätzen fahren manchmal auch Shuttlebusse. Das solltest du aber vorher überprüfen. Ich laufe lieber, das gibt mir die Möglichkeit, schon mal in die richtige Stimmung zu kommen.
Wo du nach dem Festgetümmel gut essen kannst

Nach dem Festgetümmel in Salares kannst du lecker essen. Nach all dem mittelalterlichen Spektakel bekommst du Hunger. Ich fuhr die Hügel wieder hinunter, Richtung Küste. Bei Vélez-Málaga findest du das Restaurante El Convento. Dort servieren sie traditionelle Gerichte. Probiere den „plato de los montes“, eine Mischung aus Fleisch und Kartoffeln. Simpel, aber gut nach so einem Tag. Eine andere Option ist etwas näher, in Canillas de Albaida. Es ist kein großes Restaurant. Es ist eher eine Bar mit einer kleinen Küche, aber die Migas sind hier fantastisch. Frag den Besitzer nach dem Tagesgericht. Oft eine Überraschung, immer frisch. Die Weine sind lokal und spottbillig. Ich genieße dann die Aussicht auf die Berge. Wenn du wirklich etwas anderes möchtest, fahr weiter nach Cómpeta. Dort findest du mehr Auswahl. Ich wähle dort in letzter Zeit oft das Mesón La Axarquía. Das hat ein bisschen mehr Flair und sie haben „cordero al horno“, Lammfleisch aus dem Ofen. Das ist mein Favorit. Das ist so ein Ort, wo du länger bleibst als geplant. Glaube mir.